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Idealist sein heißt: Kraft haben für andere.
-- Novalis
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Titel: Sayd Jamal al-Din Afghani
Verfasst am: 19.06.2004, 11:22 Uhr
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Anmeldungsdatum: 28. Mai 2004
Beiträge: 862
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Al-Sayyid Mohammad Jmal al-Din Afghani D. Safdar war die bemerkenswerteste Figur des Islams im 19. Jahrhundert.
Er war die erste Person, die gegenüber der europäischen Kolonial-Herrschaft eine politische Meinung angenommen hatte, die seitdem von verschiedenen Bewegungen der nationalen Befreiung überall in der ganzen muslimischen Welt übernommen wurde. Es heißt, daß er zur selben Zeit Philosoph, Verfasser, Redner und Journalist war. Seine Taten und Predigen trugen zu vielen Reform-Bewegungen, wie auch zur Geburt von Salafiyya und den Muslim-Brüdern bei. Er predigte die Wiederbelebung des Islams durch Reformen und griff muslimische Herrscher an, die sich europäischen Eingriffen widersetzten.
Sein Ziel war es alle muslimische Staaten in eine Khalifate zu vereinigen, welsches imstande war europäische Interaktionen zurückzuschlagen und den Ruhm des Islams wiederherzustellen. Im Gegensatz zu den meisten seiner Zeitgenossen diskutierte al-Afghani, daß Wissenschaft mit dem Islam zu vereinbar sei und daß es schon vorher muslimische Wissenschaftler gegeben habe. Er sah den Westen als Problem und zugleich als Teil der Lösung. Er predigte Modernisierung, allerdings im Zusammenhang mit dem Islam.
In Kabul folgter er einem muslimischen Muster dem Studium mit besonderer Aufmerksamkeit der Philosophie und exakten Wissenschaften. In Indien erhielt er eine moderne Ausbildung. Von dort aus machte er sich auf eine Pilgerfahrt nach Mekka. Zuhause diente er für eine Weile unter Amir Dost Mohammad Khan. Danach ging nach Ägypten, wo er mit Azharis (Lehre der Al-Azher Universität, älteste Universität der Welt, die von den Fatimids im 10. Jahrhundert gebaut wurde) kontakt aufnahm und von seinem Haus aus Vorlesungen hielt. Dann ging er 1870 nach Konstantinopel, wo er einen großen Willkommensgruß erhielt. Viele waren dort neidisch auf seinen Erfolg. Er entschied die Türkei zu verlassen, um wieder nach Ägypten zu gehen.
Aus Ägypten ausgewiesen, kehrte er zurück nach Indien. Während er in Hayderabad unter strenger Beobachtung der Briten war, schrieb Jamal al-Din über den Materialismus und atheistischen Charakter des Westens. 1886 wurde al-Afghani von Shah Nasir al-Din nach Teheran eingeladen. Aufgrund der Wut des Shahs über seine Popularität wurde Jamal al-Din aus dem Iran ausgewiesen. Als nächstes ging er nach Rußland, wo er den Zar um Erlaubnis bat den Koran und andere religiöse Bücher zu veröffentlichen. Er blieb dort bis 1889.
Er starb am 09.03.1897 an Krebs am Kinn und wurde auf dem Friedhof von Nishantash beigesetzt. Ende Dezember 1944 wurden seine Überreste nach Afghanistan gebracht und dort in einem Vorort Kabuls in der Nähe von Ali 'Abad am 02.01.1945 begraben, um dort zu ruhen, wo auch ein Mausoleum für ihn gebaut wurde.
Quelle: uni-marburg |
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Scarface
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Titel:
Verfasst am: 06.04.2006, 19:16 Uhr
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Anmeldungsdatum: 03. Apr 2006
Beiträge: 114
Wohnort: zwischen Himmel und Erde
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| Code: | | Er war die erste Person, die gegenüber der europäischen Kolonial-Herrschaft eine politische Meinung angenommen hatte, [B]die seitdem von verschiedenen Bewegungen [U]der nationalen Befreiung [/U]überall in der ganzen muslimischen Welt übernommen wurde[/B]. Es heißt, daß er zur selben Zeit Philosoph, Verfasser, Redner und Journalist war. Seine Taten und Predigen trugen zu vielen Reform-Bewegungen, wie auch zur Geburt von Salafiyya und den Muslim-Brüdern bei. Er predigte die Wiederbelebung des Islams durch Reformen und [B]griff muslimische Herrscher an, die sich europäischen Eingriffen widersetzten[/B]. |
inwiefern bzw. auf was beziehst du die Intervention der Europeär jetzt? Auf das sich die Menschen ausbeuten lassen sollten (unterjochen) oder das sie sich nicht bereit erklärten, Reformen wie die der westlichen Welt anzunehmen?....denn das erstere ist ein Widerspruch mit dem zweiten (siehe fettgedruckte)
| Code: | | ...ging nach Ägypten, wo er mit Azharis (Lehre der Al-Azher Universität, älteste Universität der Welt, die von den Fatimids im 10. Jahrhundert gebaut wurde) kontakt aufnahm... |
Eigentlich steht die älteste Universität in Pakistan, die die Inder schon ein paar ''jährschen'' früher erbaut hatten. |
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Scarface
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Titel:
Verfasst am: 17.11.2006, 00:05 Uhr
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Anmeldungsdatum: 03. Apr 2006
Beiträge: 114
Wohnort: zwischen Himmel und Erde
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Nach neuen Erkenntnissen und Analysieren seiner Biographien, weiß man und sie weisen auch ausdrücklich daraufhin, dass Jamaludin ''Afghani'' nicht aus Afghanistan stammte, sondern aus dem Iran. Was bis jetzt nur bekannt nur war aber nie richtig bestätigt wurde, dass Al-Afghani nicht sein letzter Namenteil war, sondern den hat er sich am Ende seines Lebens erst zugelegt, nachdem er "Jamal ud-Din Asadabadi" und "Jamal ud-Din Istanbuli" sich zulag. Nachdem er gemerkt hatte, dass der Shiitentum für ihn vollkommen der falsche Weg war, nannte er sich Al-Afghani. Er selbst war ein Azari aus Ishfahan. Es ist heute sicher und nachweislich belegbar, dass er 90% seines Lebens im Iran verbracht und 90% seiner Aktivitäten bzw. politische Bewegungen spielten sich um die Qajar Dynastie herum und an Orten, wo der Einfluss dieser existent war. Ein jeder halb so gebildeter Mensch sollte heute, im 21. Jahrhundert wissen, dass er kein Afghane war, weder Tajike, Hazara noch Paschtune oder Pako. Seine Biographien findet man in den authoretären Enzyklopädien der Welt, einschließlich in ''BRITANNICA'', aber auch in kleinen, nur beschränkten Seiten wie Iranica.
Warum er am Ende Al-Afghani hieß. lag daran, dass er sich selbst nach außenhin als ein Sunnit auch präsentieren wollte.
| Zitat: | Jamal al-Din al-Afghani, born 1838, Asadbad, Persia, died March 9, 1897, Istanbul. Muslim politician and journalist.
He is thought to have adopted the name Afghani to conceal the fact that he was of Persian Shi'ite origin. He lived in Afghanistan from 1866, and a year later he became counselor to the khan. Displaced after a change of rulers, he went to Istanbul and then to Cairo in 1871. After becoming known as a rabble-rouser and heretic, he was deported from Egypt in 1879. By 1883 he was in Paris, where he championed Islamic civilization in the face of European domination. In Russia (1887–89) he seems to have worked as an anti-British agitator. His next stop was Iran, from which he was deported as a heretic in 1892; four years later he avenged himself by instigating the shah's murder. He died in Istanbul after failing to interest the sultan in his pan-Islamic ideas.
http://concise.britannica.com/ebc/article-9368411/Jamal-al-Din-al-Afghani |
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Zuletzt bearbeitet von Scarface am 17.11.2006, 13:31 Uhr, insgesamt ein Mal bearbeitet
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Titel:
Verfasst am: 17.11.2006, 12:19 Uhr
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Anmeldungsdatum: 28. Mai 2004
Beiträge: 862
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Salam Scarfacejan
Entschuldige die Verspätung, ich habe erst jetzt gelesen
Sayd-Jamal-Din-Afghans werken war beeinflusst von Pro-Islamistische, Entkolononialisierung und Demokratisierung Vorstellungen:
"Nur ein Zusammenschluss aller muslimischen Länder könne den übermächtigen europäischen Einfluss in der islamischen Welt zurückdrängen und die dort vorherrschende Dekadenz, Lethargie und Resignation beseitigen"
Ausserdem hat er sich auch durchaus für einen gewalttätigen Umsturz der einigen bestehenden islamischen Regime aussprach.
| Zitat: | | Eigentlich steht die älteste Universität in Pakistan, die die Inder schon ein paar ''jährschen'' früher erbaut hatten. |
in diesem fall, an der zweitälteste Universität der Welt okay? lol
Gruss
Samie |
_________________ "Signatur ? Wie Signatur ? Ist das gefährlich ???"
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Scarface
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Titel:
Verfasst am: 17.11.2006, 16:09 Uhr
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Anmeldungsdatum: 03. Apr 2006
Beiträge: 114
Wohnort: zwischen Himmel und Erde
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| Zitat: |
"Nur ein Zusammenschluss aller muslimischen Länder könne den übermächtigen europäischen Einfluss in der islamischen Welt zurückdrängen und die dort vorherrschende Dekadenz, Lethargie und Resignation beseitigen" |
War das wirklich so? Komisch, heute sprengen sich Muslime innerhalb des eigenen Landes in die Luft...was für ein Erfolg, wow
| Zitat: | | Ausserdem hat er sich auch durchaus für einen gewalttätigen Umsturz der einigen bestehenden islamischen Regime aussprach. |
Meinst du nicht auch (als Kenner von Jamalluddin), dass seit seiner aggressiven Bewegung der Radikalismus überhaupt Aufschwung erlebt hat? |
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Titel:
Verfasst am: 17.11.2006, 23:44 Uhr
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Anmeldungsdatum: 28. Mai 2004
Beiträge: 862
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Salam again, Scarfacejan
| Zitat: | | War das wirklich so? |
Lol ich war nicht dabei und habe Ihn auch nicht live erlebt looool
Wir können uns nur vorstellen wie er seinerzeit sich darum bemüht hat, eine vereinte Islamische Welt auf die Beine zu stellen
| Zitat: | | Komisch, heute sprengen sich Muslime innerhalb des eigenen Landes in die Luft...was für ein Erfolg, wow |
Genau, heute sehen wir wie viele Unstimmigkeiten und Misstrauen es zwischen die muslimischen Ländern gibt.
Wie viele korrupte Europa-Amerika-diensttreue Psoydo-Muslimischen Regierungen gibt es, die gegen den willen der eigenen Bevölkerung wirken.
Im vergleich zu damalige Entwicklung gegenüber Westlichen Länder waren sie mit alle diese Rohstoffe zimlich im Vorteil gewesen.
Sayd Jamal al-Din Afghani seine Ideologie war eine Vereinte Islamische Welt ohne Einfluss und Ausbeutung durch fremde Herrscher, klar heute hätten wir einen anderen Stellenwert gehabt. Die Schlussfolgerung kannst du dir ja selber vorstellen, ob sich jemand sprengt hätte.
Jetzt muss du aber bitte nicht mit Fundamentalismus (bla bla) Argumenten kommen.
Die Entstehung der heutige Fundamentalismus; Einerseits ist jung, anderseits sind die Resultate von diesen Ländern miserable Zustände
Gruss
Samie |
_________________ "Signatur ? Wie Signatur ? Ist das gefährlich ???"
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Scarface
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Titel:
Verfasst am: 18.11.2006, 00:15 Uhr
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Anmeldungsdatum: 03. Apr 2006
Beiträge: 114
Wohnort: zwischen Himmel und Erde
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bla bla bla lol Fundamentalismus gibt es schon seit dem 12. Jahrhundert.
Koshwakht |
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