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Dümmer zu scheinen, als man ist - darin besteht die bäuerliche Taktik. Beim Städter ist es umgekehrt.
-- Hans Kasper
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Tahzeeb
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Titel: Fußball in Afghanistan steht am Anfang
Verfasst am: 14.10.2005, 16:00 Uhr
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Anmeldungsdatum: 23. Jun 2004
Beiträge: 875
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Für Mohammad Reza Mahmoudi hat sich der größte Wunsch seines Lebens erfüllt. Der 22-Jährige spielt seit knapp einem Jahr in der neu formierten Nationalmannschaft Afghanistans und ist mächtig stolz darauf, in den elitären Kreis berufen worden zu sein.
Jugendliche trainieren im "Manfred von Richthofen Playground" in Cherikat bei Kabul.
"Es war immer mein Traum, unter der Flagge Afghanistans Fußball zu spielen. Dass ich das nun geschafft habe, macht mich unglaublich glücklich", sagt der Mittelfeldspieler, der erstmals in seinem Leben für zehn Tage in Deutschland war. Auf Einladung des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) und finanziert vom Auswärtigen Amt absolvierte sein Team in der thüringischen Sportschule Bad Blankenburg ein Trainingslager.
Betreut wird die Auswahl des einstigen Kriegslandes, in dem trotz des Sturzes des Taliban-Systems im Jahr 2001 noch ausländische Truppen stationiert sind und das von Anschlägen immer wieder erschüttert wird, von Klaus Stärk. Der 51-jährige Württemberger gehört seit vier Jahren zu den 20 Trainern des DFB, die Entwicklungshilfe leisten. "Wir wollen den Grundstein legen, dass die Mannschaft in zwei bis drei Jahren in der Lage ist, im asiatischen Bereich mitzuhalten", sagt der frühere Lehrer, der bereits in der Mongolei, Kasachstan, Südafrika und im Libanon im Einsatz war und seit dem 1. September 2004 im Land am Hindukusch arbeitet.
Doch die Bedingungen in dem Vielvölkerstaat Afghanistan, dessen schwer erkämpfter Frieden durch Rivalitäten zwischen den Stämmen und Völkern weiter gefährdet ist, sind für Fußball-Millionäre wie Michael Ballack & Co. kaum vorstellbar. "Sportgerechtes Leben ist undenkbar, der Alltag mehr als schwierig", erklärt Stärk, der vom früheren Nationalspieler Ali Askar Lali unterstützt wird.
Strom und Wasser gibt es oft nur nachts, aber selbst dann nicht immer. Eine Wohnung und Arbeit hat fast keiner der Spieler, die meisten leben unterhalb des Existenzminimums. "Selbst die Ernährung ist ein großes Problem. So ist es schwer, in Form zu kommen und höheren Ansprüchen zu genügen", sagt Stärk, der aber um die einmalige Chance seiner Mannen, ein Nationalspieler zu sein, weiß. "So können sie was aus ihrem Leben machen."
In der Hauptstadt Kabul existiert zwar eine Liga mit 18 Teams, die müssen sich aber einen Platz im früheren Olympiastadion teilen, welches die Taliban früher als Hinrichtungsstätte nutzten. "Der Platz ist eigentlich nicht bespielbar", bekennt Stärk.
Nach 25 Jahren Krieg gibt es erst seit drei Jahren wieder geregelten Fußball. Aber eine landesweite Meisterschaft ist angesichts der Geographie, Infrastruktur und politisch immer noch nicht sicheren Lage derzeit nicht möglich. "Auch deshalb stehen wir ganz am Anfang. Sie sind fast alle Straßenfußballer, die in den Vereinen ohne Anleitung trainieren. Das Niveau ist sehr niedrig, vielleicht mit hiesigen Landesligen vergleichbar", erklärt Stärk, der neben der Betreuung der A-Mannschaft seine wichtigsten Aufgaben vor allem in der Ausbildung von Trainern und des Schulfußballs sieht.
Sein von Klaus Stärk erworbenes Wissen will auch Mohammad Reza Mahmoudi irgendwann als Coach an Jugendliche weitergeben und mit dem Fußball auch gegen Drogen, Waffen und die Konflikte zwischen den Stämmen ankämpfen. "Das ist mein nächster Wunsch", meint der 22- Jährige. Ein erstes Erfolgserlebnis gab es für das Fußball- Entwicklungsland Afghanistan auch schon. Kurz vor dem Abflug nach Deutschland bezwang das Team vor 10 000 Zuschauern eine Vertretung der internationalen Friedenstruppe ISAF mit 1:0. "Dieser Sieg hat eine wahre Euphorie ausgelöst", sagt Stärk.
Tahzeeb
Quelle:sportgate.de |
_________________ H O F F N U N G ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht.
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Arezo
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Titel:
Verfasst am: 13.05.2006, 00:14 Uhr
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Anmeldungsdatum: 23. Apr 2006
Beiträge: 95
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Salam,
Hab letztes Jahr den Trainer der afghanischen Nationalmanschaft getroffen. Sie waren zu einem Freundschaftsspiel nach Deutschland gereist. Er war zu Besuch bei meinem Onkel. Ich hab ihn und meinen Onkel damals zufällig in der Stadt getroffen. Sie waren gerade dabei der Frau des Nationaltrainers Schuhe zu kaufen. Sooooo süß...er hat mich dann gefragt ob das schön ist was er gekauft hat. Die Schuhe waren so schön...ich konnte nicht anders und musste ihm sagen:"Shuma yagaana mard asten ke zawqe zanhara mefama" So ein lieber Mensch, vor allem so herzlich! Ich kann nicht aufhören zu schwärmen. Dank meinem Alzheimer hab ich seinen Namen vergessen...da muss ich wohl meinen Onkel nochmal fragen
hab eine interessante Link zur Mannschaft gefunden. Ich weiss nur nicht, ob das die selbe Mannschaft ist
Ba ehteram,
Arezo |
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