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Paiman
Titel: ''Hochgradige Beleidigung des Islam''  BeitragVerfasst am: 08.09.2006, 20:54 Uhr
Site Admin



Anmeldungsdatum: 07. Jun 2004
Beiträge: 1886
Wohnort: Austria
CSU-Chef Edmund Stoiber sorgt mit kritischen Äußerungen über den Islam für Empörung beim Islamrat für die Bundesrepublik. Dessen Vorsitzender Ali Kizilkaya warf dem bayerischen Ministerpräsidenten am Freitag eine „hochgradige Beleidigung des Islam“ vor.

Stoiber hatte der „Bild“-Zeitung gesagt, das Christentum unterscheide sich vom Islam „dadurch, dass wir Intoleranz ablehnen, Religionsfreiheit gewähren, die Gleichberechtigung von Mann und Frau vertreten, Zwangsheiraten ganz entschieden nicht billigen“.

Kizilkaya nannte diesen Satz „unverantwortlich“. Der Vorsitzende des Islamrats mahnte: „Herr Stoiber darf nicht vergessen, dass er auch der Ministerpräsident der Muslime in seinem Land ist.“ Ein Landesvater dürfe keine Vorurteile schüren.

Unterstellung zurückgewiesen

Kizilkaya forderte Stoiber auf, seine Worte zu korrigieren. Es sei zum Beispiel eine „Unterstellung“, dass Zwangsheiraten vom Islam gebilligt würden. Kizilkaya fügte hinzu: „Nach islamischem Recht ist eine Heirat ungültig, wenn sie nicht auf Freiwilligkeit beruht.“

Der Parlamentarische Geschäftsführer der CSU-Landesgruppe im Bundestag, Hartmut Koschyk, verteidigte Stoiber: „Selbstverständlich stützt sich unsere Politik auf die Eckpfeiler des Christentums. Die Betonung unserer Grundsätze bedeutet in keinster Weise einen Angriff auf die islamische Glaubensgemeinschaft.“

Koschyk appellierte zugleich an den Islamrats-Vorsitzenden, „die notwendige geistig-politische Auseinandersetzung innerhalb der Muslime in Deutschland gegen jedwede fundamentalistische Tendenzen entschlossen zu führen“. (hal/ddp)

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Deutsch68
Titel:   BeitragVerfasst am: 11.09.2006, 08:52 Uhr
Smaragdmitgliedschaft



Anmeldungsdatum: 30. Mai 2004
Beiträge: 925

Salam Paimanjan,

ah geh, der Stoiber icon_smile.gif . Es ist doch spätestens seit seiner transrapid-Werbung allgemein bekannt, dass er zu freier, sinnvoller, eigener Rede nicht in der Lage ist icon_cool.gif

Passend dazu habe ich mich gestern bei der Kabarettsendung (Urban Priol & Co) auf 3sat köstlich amüsiert. einer nahm sich die katholische Kirche vor: "Der Papst Johannes hat schon mal etwas Außergewöhnliches gemacht. Der Galileo Galilei hatte damals ja behauptet, dass die Erde eine Kugel ist und sich um die Sonne drehe. Dafür wurde er von der katholischen Kirche als Ketzer verurteilt. Nun kam Papst Woytila und wägte sein Haupt....hmmm Galileo könnte richtig gelegen haben. So wurde Galileo kürzlich von der Katholischen Kirche rehabilitiert....400 Jahre später ! Für die katholische Kirche war das so etwas wie eine spontane Affekthandlung !" icon_biggrin.gif icon_lol.gif

Was mich immer wieder fassungslos macht, ist, wie sich gebildete Menschen mit ihrer eigenen religiösen Prägung über andere Glaubensrichtungen hermachen und ihre eigene universell zum nonplusultra erheben.
Was nützt also Bildung, wenn Aufgeschlossenheit, Respekt und Toleranz fehlen und man sich lieber von Dogmen beherrschen lässt ?

P.S.: Hätte ein 16jähriges muslimisches Mädchen, das von seinen Eltern verheiratet werden soll, bei Widerwillen eine Chance, die religiöse Bestimmung der Ehenichtigkeit in einem solchen Fall praktisch durchzusetzen ? Wie ließe sich das mit dem Gebot, Vater und Mutter zu ehren, vereinbaren ?

Khoda hafez

Deutsch68
 
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