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Paiman
Titel: Massengrab aus sowjetischer Besatzungszeit in Afghanistan  BeitragVerfasst am: 06.07.2007, 20:36 Uhr
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HINTERGRUND:

Das Scheitern der Sowjetunion in Afghanistan

Zehn Jahre lang versuchte die sowjetische Armee, den Staat am Hindukusch einzunehmen - vergeblich. Mehr als eine Million Menschen verloren in dem Konflikt ihr Leben, viele Afghanen flüchteten in die Nachbarländer. 1989 zogen die letzten sowjetischen Soldaten ab.

In den Jahren 1979 bis 1989 versuchte die Sowjetunion vergebens, die militärische Kontrolle über Afghanistan zu erringen. Bis zu 120.000 Soldaten marschierten ein, um den Aufstand islamischer „Gotteskrieger“ gegen das kommunistische System niederzuschlagen. Die Sowjets konnten jedoch keine durchgreifenden Erfolge erringen. Nach westlichen Schätzungen wurden etwa 15.000 sowjetische Soldaten und 1,2 Millionen Afghanen getötet. Mehr als drei Millionen Menschen flüchteten in die Nachbarländer Pakistan und dem Iran.

Die Vereinten Nationen verurteilten die Invasion. US-Präsident Jimmy Carter verhängte ein Embargo gegen die Sowjetunion und setzte 1980 bei rund 50 Ländern einen Boykott der Olympischen Spiele in Moskau durch.

Die Vereinten Nationen verurteilten die Invasion. US-Präsident Jimmy Carter verhängte ein Embargo gegen die Sowjetunion und setzte 1980 bei rund 50 Ländern einen Boykott der Olympischen Spiele in Moskau durch.
Die Rebellen wurden von den USA, Saudi-Arabien, Pakistan und dem Iran mit Geld und Waffen unterstützt. Sowjets und afghanische Armee kontrollierten meist nur die größeren Städte. Unter UN-Vermittlung unterzeichneten im April 1988 Afghanistan, Pakistan sowie die Garantiemächte Sowjetunion und USA ein Abkommen zur Lösung des Konflikts. Im Frühjahr 1989 verließen die letzten sowjetischen Soldaten das westasiatische Land.

6. Juli 2007, 16:37 Uhr dpa/cn

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Paiman
Titel:   BeitragVerfasst am: 06.07.2007, 20:43 Uhr
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Die Leichen im Massengrab zeigen: Die Opfer sind aus Mangel an Sauerstoff erstickt. Mindestens 15 Räume mit Toten wurden gefunden.




An den Leichen zu erkennen: Vielen Gefangenen waren die Augen verbunden. An den Leichen waren Bärte und Haare zu erkennen.



Die Totenschädel wiesen Einschusslöcher auf.



Ein 70-jähriger Afghane, der erst kürzlich nach mehrjährigem Exil in seine Heimat zurückgekehrt war, hatte die Behörden am Donnerstag zu dem Massengrab geführt. Der Mann hatte während der sowjetischen Besetzung von 1979 bis 1989 in Afghanistan als Fahrer für die Besatzer gearbeitet.



Das Massengrab liegt etwa zehn Kilometer nördlich der afghanischen Hauptstadt in einem Baukomplex, der von den sowjetischen Truppen seinerzeit als unterirdische Kaserne genutzt worden war.

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Paiman
Titel:   BeitragVerfasst am: 06.07.2007, 20:47 Uhr
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Hunderte Gefangene, eingemauert und erstickt


dpa/AFP/omi/cn - Das Massengrab, das am Rande von Kabul entdeckt wurde, ist eine gruselige Erinnerung an die Zeit der sowjetischen Besatzung. Offenbar überließ man die Gefangenen lebend in unterirdischen Räumen ihrem Schicksal. Vielen Leichen sind die Hände auf dem Rücken gefesselt.

In einem Gefängnis am Rande der afghanischen Hauptstadt Kabul ist ein unterirdisches Massengrab aus Sowjetzeiten mit mehreren hundert Toten entdeckt worden. Wie die afghanische Polizei berichtete, waren einige Gefangene bei lebendigem Leibe in unterirdischen Räumen eingemauert worden. Sie seien aus Mangel an Sauerstoff erstickt. „Es gibt dort mindestens 15 Räume mit Toten“, sagte Polizeichef Ali Schah Paktiwal. Die genaue Zahl der Opfer konnte er zunächst noch nicht nennen.

„Der Zustand der Leichen beweist, dass vielen der Gefangenen die Augen verbunden wurden und die Hände auf dem Rücken gefesselt waren. (...) Viele der Leichen sind intakt, man kann Bärte und Haare erkennen“, sagte Paktiwal, der am Morgen die unterirdische Anlage besucht hatte. Ein Fotograf der Nachrichtenagentur AFP konnte etwa zwanzig Leichen sehen, die Totenschädel wiesen Einschusslöcher auf. Fotos auf der BBC-Website zeigten Polizisten, die Schädel und Knochen freilegten.

Ein 70-jähriger Afghane, der erst kürzlich nach mehrjährigem Exil in seine Heimat zurückgekehrt war, hatte die Behörden am Donnerstag zu dem Massengrab geführt. Der Mann hatte während der sowjetischen Besetzung von 1979 bis 1989 in Afghanistan als Fahrer für die Besatzer gearbeitet. Das Massengrab liegt etwa zehn Kilometer nördlich der afghanischen Hauptstadt in einem Baukomplex, der von den sowjetischen Truppen seinerzeit als unterirdische Kaserne genutzt worden war.

Nach Angaben des Zeugen hatte die Polizei Hunderte afghanischer Männer in Kabul und den benachbarten Provinzen festgenommen und in das Gefängnis in Chamtala gebracht. Nach dem Verhör durch sowjetische Offiziere wurden die Gefangenen erschossen.

Die afghanischen Behörden haben damit zum zweiten Mal seit dem Sturz des Taliban-Regimes im Jahr 2001 in Afghanistan ein Massengrab aus Zeiten der sowjetischen Besetzung (1979 bis 1989) entdeckt. Das erste hatten Nato-Soldaten in der Nähe des berüchtigten Gefängnisses Pul-e-Charkhi gefunden.

6. Juli 2007, 08:29 Uhr - dpa/AFP/omi/cn

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