Afghan Community :: Afghanistan, Gesellschaft, Unterhaltung, Tradition Forum
English German   Salam, Wilkommen bei Afghan-Info.Net, Guest jan! Freitag, 05. September 2008
 
News News Slideshow Slideshow Chat Englisch Forum FORUM Deutsch Forum Afghan Music Afghan-Music Movie-Portal Live TV-Portal Movie-Portal Movie-Portal

Navigation

|- Home

Events

September 2008
S M D M D F S

Kontakt

Zitate

Früher musste ich mich gegen Hübner vorbereiten, heute zittere ich vor der Barbara Hund!

-- Helmut Reefschläger

My Gallery

Khayyam

saghi2.jpg

Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen
Vorheriges Thema anzeigen Druckerfreundliche Version Einloggen und PMs lesen Nächstes Thema anzeigen
Autor Nachricht
emi
Titel: Buchtip bzw. Autortip  BeitragVerfasst am: 20.07.2004, 16:29 Uhr
Platinmitgliedschaft



Anmeldungsdatum: 27. Mai 2004
Beiträge: 636

Rafik Schami ist für mich ein begnadeter Märchenerzähler, am liebsten mag ich die Geschichte von den Hühnern und Schweinen aus dem Buch " Der erste Ritt durch`s Nadelöhr" . Aber auch das letzte Wort der Wanderratte ist sehr schön. Hier ein Text, den ich im Netz gefunden habe- ziemlich lustig. (Ich liebe Nudelsalat, aber Ibo schüttelt auch immer den Kopf icon_biggrin.gif )


Rafik Schami

Andere Sitten
(aus: Gesammelte Olivenkerne, 2002, Hanser)

In Damaskus fühlt sich jeder Gastgeber beleidigt, wenn seine Gäste etwas zu Essen mitbringen. Und kein Araber käme auf die Idee, selber zu kochen oder zu backen, wenn er bei jemanden eingeladen ist. Die Deutschen sind anders. Wenn man sie einlädt, bringen sie stets etwas mit: Eingekochtes vielleicht oder Eingelegtes, manchmal auch selbstgebackenen Kuchen und in der Regel Nudelsalat. Warum Nudelsalat, mit Erbsen und Würstchen und Mayonnaise? Auch nach zweiundzwanzig Jahren in Deutschland finde ich ihn noch schrecklich.
In Damaskus hungert ein Gast am Tag der Einladung, weil er weiß, daß ihm eine Prüfung bevorsteht. Er kann nicht bloß einfach behaupten, daß er das Essen gut findet, er muß es beweisen, das heißt eine Unmenge davon verdrücken. Das grenzt oft an Körperverletzung, denn keine Ausrede hilft. Gegen die Argumente schüchterner, satter oder auch magenkranker Gäste halten Araber immer entwaffnende, in Reime gefaßte Erpressungen bereit.
Deutsche einzuladen ist angenehm. Sie kommen pünktlich, essen wenig und fragen neugierig nach dem Rezept. Ein guter arabischer Koch kann aber gar nicht die Entstehung eines Gerichts, das er gezaubert hat, knapp und verständlich beschreiben. Er fängt bei seiner Großmutter an uns endet bei lauter Gewürzen, die kein Mensch kennt, weil sie nur in seinem Dorf wachsen und ihr Name für keinen Botaniker ins Deutsche zu übersetzen ist. Die Kochzeit folgt Gewohnheiten aus dem Mittelalter, als man noch keine Armbanduhr hatte und die Stunden genüßlich vergeudete. Ein unscheinbarer Brei braucht nicht selten zwei Tage Vorbereitung, und das unbeeindruckt von aller moderner Hektik.
Deutsche Gäste kommen nicht nur pünktlich, sie sind auch präzise in ihren Angaben. Wenn sie sagen, sie kommen zu fünft, dann kommen sie zu fünft. Und sollten sie wirklich einmal einen sechsten Gast mitbringen wollen, telefonieren sie vorher stundenlang mit dem Gastgeber, entschuldigen sich dafür und loben dabei die zusätzliche Person als einen Engel der guten Laune und des gediegenen Geschmacks.
So großartig Araber als Gastgeber sind, als Gäste sind sie dagegen furchtbar. Sie sagen, sie kommen zu dritt um zwölf Uhr zum Mittagessen. Um sieben Uhr abends treffen sie ein. Und vor Begeisterung über die Einladung bringen sie Nachbarn, Cousins, Tanten und Schwiegersöhne mit. Aber das bleibt ihr Geheimnis, bis sie vor der Tür stehen. Sie wollen dem Gastgeber doch eine besondere Überraschung bereiten. Einmal zählten wir in Damaskus eine Prozession von 29 Menschen vor unserer Tür, als meine Mutter ihre Schwester eingeladen hatte, um mit ihr nach dem Essen in Ruhe zu reden.
Ein leichtfertiges arabisches Sprichwort sagt: Wer vierzig Tage mit Leuten zusammenlebt, wird einer von ihnen. Seit über zweiundzwanzig Jahren lebe ich inzwischen mit den Deutschen zusammen, und ich erkenne Veränderungen an mir. Aber die Mitbringsel der Gäste? Wein kann ich inzwischen annehmen, aber Nudelsalat - niemals







IM GESPRÄCH: RAFIK SCHAMI


--------------------------------------------------------------------------------

DS-Reihe: Glück
»Ich lebe meinen Traum«

Er kommt aus Syrien, wohnt in der deutschen Provinz und schreibt Bücher.
Warum ist dieser Mann so glücklich?
Und warum sind die Deutschen, mit denen er lebt,
oft unglücklicher als er?


--------------------------------------------------------------------------------

VON MONIKA GOETSCH

Wie riechen eigentlich Orangenblüten?

Rafik Schami: Eigenartig frisch und süßlich. Aber sie riechen auch nach Zerfall. Ihr Duft verrät wie kein anderer Blütenduft der Welt, dass die Blüte nicht lange da ist.

In Ihren Büchern haben Orangenblüten mit Glück zu tun.

Schami: Weil auch das Glück nicht von Dauer ist. Und weil Blüten Frucht bringen können. Die Blüte von Orangen ist winzig klein. Aber vielleicht wächst eine faustgroße Orange daraus. Glück, so unscheinbar es scheint, kann große Früchte tragen.

Das Land der Orangenblüten ist Ihnen verschlossen. In Ihr Heimatland Syrien dürfen Sie nicht einreisen.

Schami: Stimmt. Aber ein Land der Kindheit verschwindet nicht. Ein Land des Erwachsenseins verschwindet. Emigranten, die eine Weile fern ihrer Heimat gelebt haben, vergessen die Zeit dort schnell. Ich lebe von meinen Erinnerungen noch heute. Die ersten fünfundzwanzig Jahre meines Lebens habe ich in Syrien verbracht. Bis zu meinem Tod werde ich mit dieser reichen Kindheit nicht fertig sein. Ich lese arabische Literatur und telefoniere wöchentlich mit meinen Geschwistern, darum ist mir Syrien ganz nah.

Als Ihre Eltern starben, durften Sie nicht zu ihnen.

Schami: Bei meinem Vater hat mich das geärgert. Bei meiner Mutter hat es mich verletzt. Meine Mutter ist für mich eine großartige Person, eine Philosophin, eine Freundin. Ich habe meinem Land sehr übel genommen, dass ich nicht einmal vierundzwanzig Stunden zu ihr durfte. Normalerweise sind Araber großzügig, wenn jemand im Sterben liegt. Dann verzeihen sie ihren schlimmsten Feinden.

Hat Ihnen Ihre Mutter verziehen, dass Sie Syrien verlassen haben?

Schami: Sie hat meine Entscheidung akzeptiert und sich bei ihren Besuchen in Deutschland sehr wohl gefühlt. Später war sie herzkrank und durfte nicht fliegen. Darum kam sie nicht mehr zu mir.

Wie sind Sie mit dem Schmerz umgegangen?

Schami: Ich habe viel geweint. Das reinigt die Seele. Mit der Zeit kam ich zu der Überzeugung, dass der Tod meiner Mutter eine Gnade war. Weil es besser ist, die Erde erhobenen Hauptes zu verlassen, als zu zerfallen und dahinzusiechen. So fand ich Trost in der Trostlosigkeit. Ersetzt ist meine Mutter dadurch nicht.

In einer Ihrer Geschichten kommt eine Goldmünze vor.

Schami: Salim der Kutscher bewahrt sie auf. Er will sie einem Menschen schenken, der keinen Ausweg mehr sieht. Aber er wird die Münze nicht los: Es findet sich immer ein Ausweg. Jedenfalls in meiner Geschichte. In Wirklichkeit ist das manchmal anders. Das Leben gerät in eine Sackgasse. Da hilft nur ein Gotteswunder. Aber Gotteswunder sind selten. Ich selbst habe aus der erstickenden Trauer um meine Mutter einen Ausweg gefunden: durch die Liebe zu meinem Sohn, meiner Frau und zur Literatur.

Warum haben Sie als junger Mann Syrien verlassen?

Schami: Ich hatte ein Ziel vor Augen, eine Vision: Ich wollte Schriftsteller werden. Syrien erstickte mich, weil ich nicht in der herrschenden Partei war. Ich wusste, dass der Abschied schwer würde. Aber ich wusste auch, dass hinter dem Horizont eine Belohnung auf mich wartete. Heute lebe ich sehr glücklich in meinem Traum. Ich habe ihn realisiert.

Inspiriert Sie Deutschland?

Schami: In Deutschland habe ich mich entfaltet. Das Gegensätzliche inspiriert. Weil wir verschieden sind, machen mich die Deutschen neugierig. Ich achte sie. Und sie belustigen mich. Ein früherer Nachbar von mir kehrt jeden Samstag die Straße. Obwohl die Straße ganz blank ist. Wenn ich ihn frage: "Was kehrst du denn hier? Die Luft vielleicht?", antwortet er: "Das muss man machen, Rafik."

»Die Deutschen machen mich neugierig.
Und sie belustigen mich«


Für ihn hat das Kehren eine gesellschaftliche Funktion: Er zeigt der Welt, dass er kehrt. Man könnte sagen: Die Deutschen sind die geborenen Straßenkehrer. - Ich liebe die deutsche Sprache. Sie hat mir ein Zuhause gegeben und durch die Übersetzungen meiner Bücher die Welt zu 21 Sprachen geöffnet. Deutsch ist mein Tor zu anderen Sprachen. Auf Arabisch hätte ich das nicht erreicht.

Wie war es für Sie, das Arabische aufzugeben?

Schami: Das war ein langwieriger Prozess. Als Erzähler bin ich angewiesen auf mein Ohr: Wer nicht hört, kann nicht erzählen. Wer nicht versteht, lebt in Gefahr. Jahrelang habe ich in Fabriken gearbeitet. Wenn man unter einem Kran steht und ein Deutscher "Hopphopp" ruft, ist es lebenswichtig zu wissen, was " Hopphopp" heißt. Und wenn man über Hegel oder Tucholsky streiten will, muss man die Nuancen verstehen.

Sind Sie sehr ehrgeizig?

Schami: Meine ganze Zielstrebigkeit war immer darauf gerichtet zu erzählen, was ich zu erzählen habe. Andere ehrgeizige Ziele habe ich nicht. Ich bin Erzähler.

Was ist denn so schön am Erzählen?

Schami: Der Erzähler ist ein Zauberer. Ich bin ein Zauberer, das weiß ich. Wenn ich auf der Bühne stehe, kann ich siebenhundert skeptische Leute in Kinder verwandeln. Ihre Augen werden groß, sie lächeln, ihre Haltung ist gelassen und voller Zuneigung. Turban, Pumphose und Schnabelschuhe brauche ich nicht dazu. Es reicht die Schönheit des Wortes. Die Ideen und Geschichten sind in mir gepresst wie eine Feder. Wenn ich erzähle, entspannt sich die Feder. Danach bin ich erschöpft, aber ich fühle mich leicht und weich und sehr glücklich.

Ist das ein Rausch?

Schami: Ja. Es macht süchtig.

Geht Ihnen das auch beim Schreiben so?

Schami: Nein. Schreiben ist mühselig. Man darf keine Fehler machen. Ich bin immer da, auf meinem Stuhl, vor dem Bildschirm. Beim Erzählen dagegen befinde ich mich in der Gasse, von der ich erzähle. Mit einem Schlag versetze ich mich in die Gasse und gehe dort spazieren. Verfolge die Helden hinter ihrem Rücken wie mit einer kleinen Kamera und sage dem Publikum nur, was ich sehe.

Beim Schreiben dagegen spüren Sie Widerstände?

Schami: Nur der erste Wurf, in dem ich die Idee und das Schema der Geschichte entwickle, ist ein Rausch. Dann sitze ich Woche um Woche da und überprüfe Kommata und Absätze, schaue, wie ich aus einem Kapitel rauskomme oder ob der rote Faden noch hält. Trotzdem schreibe ich gern und träume davon, dass meine Geschichten sich in andere Länder und Zeiten hineintragen. In Zeiten, in denen ich niemals werde anwesend sein können.

»Der Tod ist merkwürdig.
Er bringt die Menschen, die man liebt, näher«


Erfüllen Sie sich im Schreiben und Erzählen Wünsche?

Schami: Natürlich. Was da ist, ist mir nicht genug. Wenn ich verschiedene Personen aus der Realität zu einer einzigen zusammenfüge, zu einem großartigen Freund, erfülle ich mir einen Wunsch: weil ich enttäuscht bin von der Durchschnittlichkeit der Menschen. Ein Wunsch ist immer eine Suche. Für einen kleinen schwachen Jungen ist es gut, einen Freund wie Salim, den Kutscher, zur Stärkung zu haben. Später stirbt Salim. Weil sich der Junge von ihm abnabeln muss. Als der Salim meiner Bücher starb, habe ich geweint, obwohl er meine Erfindung war.

Ist er jetzt tot? Oder lebt er weiter?

Schami: Der Tod ist etwas Merkwürdiges. Er bringt die Menschen, die man liebt, näher. Weil sie nicht mehr körperlich sind. Seit ich den bitteren Schmerz über den Tod meiner Mutter überwunden habe, ist sie mir näher. So auch Onkel Salim.

Wo leben denn die Toten?

Schami: Meine These lautet: Wer geliebt wird, stirbt nicht. Das Gedächtnis ist die obere Abteilung des Herzens. Die geliebten Toten leben im Herzen. An einem Ort der Wärme, der Bewegung, des Lebens.

Es gibt ein Leben nach dem Tod nur in den Herzen der Überlebenden?

Schami: Das Jenseits liegt in den Herzen. Vielleicht haben das auch die Religionen so gemeint.

Tröstet Sie das über Ihre eigene Sterblichkeit hinweg?

Schami: Ich wünsche mir, ewig zu leben: in den Herzen derer, die mich lieben.?
Wäre es eine Katastrophe, vergessen zu werden?

Schami: (lacht). Nein. Es wäre schade.

Haben Orientalen mehr Talent zum Glücklichsein als die Deutschen?

Schami: Vielleicht. Das Christentum ist keine Religion für das irdische Glück. Der Kirche geht es um Askese, Leid und Disziplin. Das ist zutiefst abendländisch. Wenn sich aber ein Mensch dauernd kasteit, versperrt er sich den Weg ins Glück. Glück hat nicht mit Ordnung zu tun, sondern mit Anarchie. Außerdem ist Deutschland übersättigt und hat das Maß für die Dinge verloren. Die Wünsche der Deutschen sind grenzenlos, deshalb sind sie oft unglücklich. Glück verlangt Grenzen und Bescheidenheit. Und Leichtigkeit.

Manchmal ist Leichtigkeit doch auch nicht angebracht.

Schami: Das kommt darauf an! Man denke nur an die Neujahrsreden der Bundeskanzler: Das ist wie bei einer Beerdigung! Wie kann man am Neujahrstag über Arbeitslosigkeit und Strukturkrisen reden. Statt einfach zu sagen: Ich freue mich, dass Sie mich ein Jahr lang ertragen haben und wünsche mir ein wunderschönes Jahr mit Ihnen. Entspannen Sie sich und feiern Sie schön. Die Deutschen würden doch ihr Glas heben und "Prost!" sagen. Man hätte so viele Möglichkeiten in diesem Land, glücklich zu sein.

Wann waren Sie zuletzt glücklich?

Schami: Ich bin ein glücklicher Mensch. Gestern Abend war ich wahnsinnig glücklich. Mein Sohn schlief und ich ging mit meiner Frau durch den Garten. Die Blumen standen im Dämmerlicht, die Kieselsteine, die wir neu gelegt hatten, glänzten im Regen, und ich fühlte mich selig. Um Glück zu empfinden braucht man nicht viel.

Ihren Kollegen fällt die Rede vom Glücklichsein nicht ganz so leicht.

Schami: Die deutschen Intellektuellen verwechseln Glück mit Leichtsinn und Sentimentalität. Sie halten sich für besonders engagiert, wenn sie schlecht gelaunt auftreten.

Ist das nicht besser geworden?

Schami: Doch. Durch den Kontakt mit anderen Kulturen. Mit Griechen, Lateinamerikanern, die mitten in der Katastrophe immer noch lachen und Witze reißen. Aber viele deutsche Kollegen kenne ich seit dreißig Jahren nur schlecht gelaunt. Man könnte sagen: made in Germany. Weil die schlechte Laune so schön haltbar ist.

Waren Sie nie versucht, sich den Deutschen anzupassen?

Schami: Doch. Besucher aus Damaskus bemängeln, dass mein Lachen verschwunden sei. Ich lache noch immer oft, aber in Damaskus habe ich nur gelacht. Ich war ein richtiger Clown. Inzwischen habe ich viel an Heiterkeit und Gelassenheit verloren. Wenn ich mein neues Buch sehe, freue ich mich nicht, nein: Ich suche nach Druckfehlern. Das ist typisch deutsch.

Haben Sie auch etwas Schönes übernommen?

Schami: Vieles. Die Zuverlässigkeit. Die Achtung vor dem anderen: seine Zeit zu achten und das Wort, das man ihm gegeben hat. Auch die Beharrlichkeit der Deutschen liebe ich. Den Minenbau: das Bohren in die Tiefe.

Die Deutschen haben auch ein anderes Verhältnis zur Lüge als Sie.

Schami: Für mich ist die Lüge eine verspätete oder übereilte Wahrheit. Eine Lüge kann morgen schon Wahrheit sein, sie ist nur zu früh angekommen. Sie hilft, Welten zu entdecken. Ich liebe die Lüge. Sie ist eine Schwester der Wahrheit, aber dynamischer als diese. Die Wahrheit kommt mir oft vor wie eine Schildkröte: schwerfällig und nicht sonderlich verführerisch. Die Lüge dagegen ist ein Hase: Sie springt, ist leichtsinnig, verliert oft, aber das macht nichts. Solche Lügen sind mir willkommen.

»Glück hat nicht mit Ordnung zu tun,
sondern mit Anarchie«


Kann man an der Lüge nicht irrewerden?

Schami: Man kann hoffnungslos werden. Weil die Lüge schöne Scheinwelten eröffnet, die unerreichbar sind.

Ist für Sie Gott erreichbar?

Schami: Ich glaube an ihn.

Wie sieht er aus?

Schami: Wenn ich das wüsste, würde ich ihn kennen, nicht an ihn glauben. Ich glaube, er ist eine regulierende Kraft. Im Guten und im Bösen zu allem fähig. Aber ich weiß über ihn genauso wenig wie eine Blume.

Erzählen Sie sich Geschichten von Gott?

Schami: Nein. Seine grenzenlose Tiefe und Weite ist nicht darstellbar. Mir fällt dazu nur Satirisches ein. Wer dieses Weltall dirigieren und verwalten muss, muss ein ziemlich großer Diplomat sein. Manchmal bin ich darum ungeduldig mit ihm und möchte, dass er sich weniger diplomatisch verhält. Aber natürlich hört er nicht auf mich.



©DS - DEUTSCHES ALLGEMEINES SONNTAGSBLATT,
23. Juli 1999 Nr. 30/1999

_________________

Wer keinen Spaß versteht, hat auch keinen Anspruch, ernst genommen zu werden.

-- Bruce Low, 1913 bis 1990, niederländischer Schlagersänge

 
 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen Yahoo Messenger MSN Messenger  
Antworten mit Zitat Nach oben
Saghar
Titel:   BeitragVerfasst am: 28.07.2004, 19:28 Uhr
Aktives Mitglied



Anmeldungsdatum: 02. Jul 2004
Beiträge: 81

Hei der ist geil,Emilein.
Kannst du vielleicht noch mehr Geschichtchen von ihm posten?
Die sind ja echt super.
 
 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden  
Antworten mit Zitat Nach oben
emi
Titel:   BeitragVerfasst am: 06.08.2004, 16:02 Uhr
Platinmitgliedschaft



Anmeldungsdatum: 27. Mai 2004
Beiträge: 636

Sagharjan, leider ist im Netz nicht mehr von ihm veröffentlicht, er will ja die Bücher verkaufen. Aber ich mache mir jetzt die Mühe, meine Liebslingsstory eingenhändig im 2-Finger-Such-System für dich abzutippen ! Ich hoffe sie gefällt euch.

Das Schwein, das unter die Hühner ging

Auf einem alten Bauernhof lebten einst viele Hühner und Schweine. Sie lebten dort sehr glücklich. Es gab immer genug zu essen und zu trinekn. Der Hahn hatte einen prächtigen Misthaufen, auf dem er jeden Morgen die Sonne mit einem kräftigen „ Kikeriki“ begrüßen konnte, und die Schweine hatten eine große, schlammige Pfütze, in der sie sich nach dem Mittagessen genüßlich suhlen konnten.
Die Hühner und die Schweine waren sehr höflich zueinander. Wenn sie einander begegneten, sagten sie „ Guten Tag, Herr Nachbar“ oder „ Wie geht es ihnen, Frau Nachbarin“ Und abends riefen sie „Gute Nacht !“, bevor sie in ihren Ställen schlafen gingen. Aber trotzdem spielte kein Huhn jemals mit einem Schwein. „Ein Schwein kann nicht mal über einen Zaun fliegen“ dachten die Hühner, während gleichzeitig viele Schweine davon träumten, eines Tages fliegen zu können. Hin und wieder ärgerte sich der Hahn über ein Schwein, wenn es versuchte, vom Misthaufen auf den Hof hinunter zu rutschen, dabei kopfüber auf die Nase purzelte und den ganzen Misthaufen durcheinander brachte.
Auch die Schweine spielten nie mit den Hühnern. Kein Huhn konnte verstehen, wieso die Schweine sich um die Wette im Schlamm wälzten.
„Nein, meine Federn werden schmutzig. Wir Hühner mögen keine dreckigen Federn“ antwortete deshalb jedes Huhn schnippisch, wenn ein Schwein es zum Spielen einlud. Die Hühner wollten auch nic „schubsen“ spielen, sie hatten Angst zerquetscht zu werden.
„Was können die denn, ausser dem blöden Eierlegen und Fliegen?“ ärgerten sich dann die Schweine und wandten sich grunzend ab.
Manches Huhn wiederum wollte auch so kräftig wie ein Schwein werden, aber so sehr es auch Körner aufpickte, nie wurde ein Huhn so schön rund und kräftig. Dennoch waren die Hühner sehr zufrieden mit ihrem Leben, und wenn nicht ab und zu ein gemeiner Fuchs durch das kaputte Fenster in ihren Stall geschlichen wäre und eine ihrer Schwestern gerissen hätte, wären sie die glücklichsten Hühner der Welt gewesen.
Die Schweine hatten natürlich keine Angst vorm Fuchs, und so waren sie alle rundherum zufrieden.
Alle ?
Nein! Das Schwein Albin war unglücklich! Albin hatte von Geburt an eine schneeweiße Haut und nicht so eine rosige wie die anderen Schweine. Deshalb wurde er von den anderen ausgelacht. Wenn die Schweine Verstecken spielten, wurde Albin immer als erster gefunden, so sehr er sich auch bemühte, still hinter einem Busch zu stehen. Nur einmal blieb er lange unentdeckt. Es war Winter, und überall lag Schnee. Albin stand ganz still und lächelte zufrieden vor sich hin. Als aber ein Hund kam und Albin für einen Stein hielt, sein Bein hob und pinkelte, quikte Albin entsetzt. Die anderen Schweine wälzten sich vor Lachen

„Albin ist ein Hundeklo!“ riefen sie im Singsang, und seit diesem Tag wollte kein Schwein mehr mit ihm spielen. Auch dann nicht, wenn Albin sich wie die anderen im Schlamm gewälzt hatte. „Ach Gott, wie dreckig du bist!“ Die das riefen, waren zwar genauso dreckig, aber bei Albin sah man den Schmutz sofort.
So blieb Albin oft allein und träumte von einer Welt voller weißer Schweine.

Fortsetzung folgt.............

_________________

Wer keinen Spaß versteht, hat auch keinen Anspruch, ernst genommen zu werden.

-- Bruce Low, 1913 bis 1990, niederländischer Schlagersänge

 
 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen Yahoo Messenger MSN Messenger  
Antworten mit Zitat Nach oben
emi
Titel:   BeitragVerfasst am: 06.08.2004, 16:47 Uhr
Platinmitgliedschaft



Anmeldungsdatum: 27. Mai 2004
Beiträge: 636

Eines Tages sah Albin ein altes Huhn verschreckt gackernd aus dem Stall rennen. Der Hahn hatte es wütend verjagt, begleitet vom wilden Gekeife der anderen Hühner. „Elende Henne ! Du sollst selber Eier legen!“ Und noch vom Misthaufen herab verfluchte der Hahn das ängstliche Huhn als Dieb.
Keuchend erreichte das alte Huhn die ferne Ecke, in die sich Albin bereits zuvor zurückgezogen hatte. „Na, was hast du denn angestellt?“ brummte Albin gutmütig.
Das alte Huhn holte tief Luft und schüttelte den Kopf. „Ach, nicht der Rede wert, ich bin alt gewordenund kann keine Eier mehr legen. Wenn der Bauer das erfährt, wirft er mich in den Topf. Wir sind 40 Hühner, habe ich ihnen gesagt, und wenn jede Nachbarin mir ab und zu ein Ei gibt, wird der Bauer nichts merken.“
„Wie denn, kann er nicht zählen ? „
„Der Bauer zählt die Eier nicht, mal sind es 25, mal 29. Es macht ihm nichts aus. Wenn er aber sieht, dass immer nur bei mir ein Ei fehlt, dann wird er mir nichtmal mehr das Wasser zum Trinken geben, und dann....“ Das Huhn fing bitterlich an zu weinen.
„Ach so !“ rief Albin entsetzt.
„Ich habe ihnen gesagt, ich könnte ihren Küken Märchen erzählen, wenn sie keine Zeit für sie haben“ schluchzte das alte Huhn, aber diese Dummköpfe haben mir nichtmal zugehört. Der Hahn hat mich verstoßen, jetzt mögen mich alle nicht mehr!“
„Ach was, mir macht das nichts aus. Ich mag dich, auch wenn du keine Eier legst. Wie heißt du denn ?“
„Lila!“ antwortete das Huhn. „Magst du mich wirklich?“ fragte es dann leise.
„ja, klar, wenn ich es dir sage! Komm wir spielen zusammen!“ reif Albin, und die beiden spielten vergnügt den ganzen Tag.
„Schaut her, schaut her, der Albin ist übergeschnappt, er hat ein Huhn als Freundin !“ Die Schweine schüttelten verständnislos die Köpfe.
„Tja, was ich gesagt habe“ krähte der Hahn. „ Sie ist verrückt geworden, kein Wunder bei dem Alter! Schaut euch nur die dreckigen Federn an. So ist es, wenn ein Huhn ein Schwein zum Freund hat !“
Die Hühner fielen natürlich sofort in das Gezeter des Hahnes ein. Aber das machte den beiden Freunden gar nichts aus. Sie erfanden immer neue Spiele und kamen an diesem Tag aus dem Lachen nicht mehr heraus.
Als es Abend wurde, beschlossen beide, draußen auf dem Hof zu bleiben. Sie versteckten sich im Heu bis der Bauer die Stalltüren abgeschlossen und sich mit schweren Schritten ins Haus begeben hatte.
Es war Vollmond. Albin und Lila saßen auf dem Misthaufen und schauten den Mond, die Sterne und die Felder an. Sie erzählten sich Geschichten von ihren Träumen und spürten nicht, wie schnell die Zeit verging. Als es wieder dämmerte versteckten sie sich tief im Heu.Bald öffnete der Bauer die Türen, der Hahn krähte, aber Albin und Lila schnarchten in ihrem Versteck bis zum Mittag. Von Tag zu Tag und von Nacht zu Nacht verstanden sie sich besser.
Eines Nachts schauten beide tief in Gedanken versunken in die Ferne. Der Vollmond hatte die Felder wieder mit seinem schönen, silbernen Glanz überzogen. Albin und Lila konnten sich kaum satt sehen am prächtigen Bild dieser Landschaft. Plötzlich schreckte Lila auf. Sie reckte sich um besser sehen zu können, und tatsächlich, jetzt sah sie ihn, den Fuchs! Vor lauter Aufregung bekam sie Schluckauf.
„Was machst du denn für komische Geräusche? Hast du dich verschluckt?“ fragte Albin.
„Der Fu....., der Fu...... der Fuchs !“ stotterte Lila.
„Du brauchst doch keine Angst vor dem Fuchs zu haben, ich bin doch bei dir !“ beruhigte Albin sie stolz. „Ja, aber die anderen...“ flüsterte Lila leise. Alle Federn standen ihr zu Berge.
„Komm, ich habe eine Idee“ sagte Albin und erklärte Lila seinen Plan. Beide kicherten leise und eilten zum Hühnerstall. Lila stieg auf Albins Rücken und zog den Riegel auf. Und während Albin vorsichtig in den Hühnerstall schlüpfte, rannte Lila zurück zum Schweinestall, flatterte durch das zerbrochene Fenster in den Stall hinein und versteckte sich unter der Fensterbank. Kein Schwein hatte es bemerkt, aber drüben im Hühnerstall wachte der Hahn auf, als Albin auf dem Weg zum Fenster auf eine Schüssel trat. „Jetzt bringt dieses verrückte Huhn auch noch das Schwein mit nach Hause!“ rief der Hahn verärgert, und die Hühner gackerten zustimmend.
„Psssst! Seid doch leise! Der Fuchs ist draußen“ flüsterte Albin
„Oh Gott, der Fu...., der Fuchs!“ krächzten die Hühner ängstlich.
Der Fuchs erreichte den Hühnerstall und wollte wie gewohnt durch das kaputte Fenster schleichen, doch er bekam einen riesen Schreck, als er Albin dahinter erblickte. „Na, alter Fuchs, wie geht’s wie stehts ?“ fragte Albin den verdutzten Fuchs.
„Ach danke, geht so, aber sag mal, was machst du denn hier ? Das ist doch...., das ist doch der Hühnerstall!“
„Nein, hier wohnen jetzt wir. Die Hühner sind in den anderen Stall gezogen.“ Antwortete Albin laut. Drüben fing Lila an, leise zu gackern.
„ich danke dir“ sagte der Fuchs erleichtert, als er das verräterische Gackern hörte. „Ich wußte nicht, dass Schweine den Füchsen helfen, wenn ich das meinen Freunden erzähle, wird keiner mir glauben!“
„Oh doch“ erwiederte Albin „Aber pass auf, die Hühner sind dicker geworden“
„Na, das ist ja prima! Ich habe riesigen Hunger“ Dem Fuchs lief das Wasser im Mund zusammen. Er machte kehrt, lief über den Hof und sprang mit einem Satz in den dunklen Stall hinein....
Die Schweine quikten erschreckt auf, rannten blind im Stall umher und trampelten den Fuchs nieder. Und jedesmal, wenn er sich gerade aufrappeln wollte, wurde er erneut von einem Koloss zu Boden geworfen. Der Fuchs schrie so entsetzt und schmerzerfüllt um Hilfe, dass alle Hühner lachten. Denn sie hatten in dieser Nacht zum ersten mal keine Angst mehr vor dem Fuchs.
„Verfluchter und verhexter Hof! Die Hühner sind zu Schweinen geworden!“ Mit größter Mühe hatte sich der Fuchs aus dem Fenster ins freie gerettet, machte sich davon, und schwor laut diesen Hof nie wieder zu betreten.
„Ich sagte dir doch, sie sind dicker geworden!“ klang Albins Stimme noch lange schadenfroh in seinen Ohren.
Der Hahn aber bedankte sich bei Albin und Lila. Er war beschämt, dass er Lila beschimpft hatte, bloß weil sie keine Eier mehr legen konnte. Und die Schweine waren stolz auf ihren Albin, der den schlauen Fuchs hereingelegt hatte
Jetzt wollten sie alle mit ihm spielen, aber er spielte weiterhin am liebsten mit Lila.
„Am besten ist es“ rief er übermütig und auch ein wenig stolz seinen neuen Freunden zu,“jede Sau befreundet sich mit einem Hahn und jedes Huhn mit einem Schwein!“

Fin :wink:

_________________

Wer keinen Spaß versteht, hat auch keinen Anspruch, ernst genommen zu werden.

-- Bruce Low, 1913 bis 1990, niederländischer Schlagersänge

 
 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen Yahoo Messenger MSN Messenger  
Antworten mit Zitat Nach oben
emi
Titel:   BeitragVerfasst am: 28.08.2004, 19:06 Uhr
Platinmitgliedschaft



Anmeldungsdatum: 27. Mai 2004
Beiträge: 636

Bitte tut mir den Gefallen und lest das Märchen auch, ich habe mir immerhin die Finger nahezu blutig getippt !!! :?

_________________

Wer keinen Spaß versteht, hat auch keinen Anspruch, ernst genommen zu werden.

-- Bruce Low, 1913 bis 1990, niederländischer Schlagersänge

 
 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen Yahoo Messenger MSN Messenger  
Antworten mit Zitat Nach oben
Gast
Titel:   BeitragVerfasst am: 06.09.2004, 15:14 Uhr






salam emi jan,

ich finde rafik shami auch sehr sehr gut, er ist einer meiner lieblingsautoren! hast du sein buch "milad" schon durchgelesen? wenn nicht, dann musst du das unbedingt tun - ist echt super!

ansonsten mag ich die bücher von ildikó von kührty sehr gern. die sind wirklich total witzig geschrieben...ich konnt mich in der u-bahn nicht halten, musste des öfteren laut lachen... icon_redface.gif
hier eine kleine kostprobe:


Nun gut, vielleicht hätte sie seine Mailbox nicht abhören sollen. Und vielleicht hätte sie erst mit ihm reden müssen, bevor sie seine Anzüge mit Rotwein übergießt.
Aber seien wir ehrlich: Harmonie wird doch sowieso völig überbewertet.
Sie haut ab. Setzt sich ins Auto mit ihrem Hund und ihrem gebrochenen Herzen.
Sie will Rache.
Und außerdem wird sie morgen 32.
48 Stunden im Leben der Amelie Puppe Sturm, die aus Versehen wieder Single ist und endlich das tut, womit sie sonst immer nur gedroht hat.


Zuletzt bearbeitet von Gast am 06.09.2004, 15:23 Uhr, insgesamt ein Mal bearbeitet
 
   
Antworten mit Zitat Nach oben
Gast
Titel:   BeitragVerfasst am: 06.09.2004, 15:20 Uhr






hier eine zusammenfassung von milad:

Rafik Schami
Milad
Von einem der auszog, um einundzwanzig Tage satt zu werden

Milad hat nicht viel Glück in seinem Leben, doch einmal erscheint ihm in einer Höhle eine wunderschöne Fee und verspricht ihm einen Schatz, falls es ihm gelingt, einundzwanzig Tage lang hintereinander satt zu werden. Schami erzählt mit Witz und Ironie, wie Milad versucht, die Aufgabe zu erfüllen. Sein Weg ist gekreuzt von Gaunern und Despoten, er kommt ins Gefängnis und ins Bordell, und immer wieder wird sein Glück verhindert. Erzählt in der traditionellen Märchenform, blitzt in diesem hintergründigen Roman Schamis immer die Wirklichkeit seiner arabischen Heimat durch.
 
   
Antworten mit Zitat Nach oben
Helena
Titel:   BeitragVerfasst am: 12.01.2005, 19:25 Uhr
Platinmitgliedschaft



Anmeldungsdatum: 21. Aug 2004
Beiträge: 690
Wohnort: En la gloria
Meine favoriten zur Zeit:

>>> von Nicholas Sparks : The Guardian
>>> Ich,Prinzessin Sultana aus dem Hause al Saud und Ich ,Prinzessin Sultana und meine Töchter(Ein Leben hinter tausend Schleiern)
>>>>von Emmanuel Todd: Weltmacht USA

und mein evergreen icon_biggrin.gif Der Medicus !! Immernoch das beste Buch sowie der Brief an den König von Tolkien *wow*

_________________
«P:::» «:::E:::» «:::R:::» «:::F:::» «:::E:::» «:::K:::» «:::T:::»
 
 Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen  
Antworten mit Zitat Nach oben
Paiman
Titel:   BeitragVerfasst am: 30.03.2005, 10:23 Uhr
Site Admin