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Im übrigen haben es diejenigen die befähigt sind sich von Vorurteilen zu befreien nicht nötig sich belehren zu lassen.
-- Denis Diderot
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Verfasst von: Afghan-Info Team ::: am Sonntag, 21. Januar 2007, 17:25 Uhr ::: 71 Aufrufe
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Islamabad/Kabul/dpa. Pakistanische Sicherheitskräfte haben im halbautonomen Stammesgebiet an der Grenze zu Afghanistan nach eigenen Angaben bis zu 30 radikal-islamische «Terroristen» getötet. Drei von Extremisten genutzte Gebäude in der Region Süd-Wasiristan seien am Dienstag von Bodentruppen und Hubschraubern zerstört worden, sagte Armeesprecher Shaukat Sultan. «Wir hatten Informationen über Terroristen und lokale Unterstützer. Es wird davon ausgegangen, dass sie in den Gebäuden waren.» Die Gruppe, der der Angriff galt, habe Extremisten ausgebildet und Terroranschläge verübt. Unter den Toten seien Ausländer gewesen. Soldaten seien nicht zu Schaden gekommen.
Der neue US-Verteidigungsminister Robert Gates traf unterdessen zu seinem ersten Besuch in Afghanistan ein. Gates wollte am Dienstagabend in Kabul mit dem afghanischen Präsidenten Hamid Karsai zusammenkommen. Der Minister wollte sich außerdem von NATO- und US-Kommandeuren über die Sicherheitslage informieren lassen und mit den in Afghanistan eingesetzten US-Truppen sprechen. Dabei dürfte es auch um Vorwürfe gehen, Pakistan gehe im Grenzgebiet nicht ausreichend gegen radikal-islamische Rebellen vor, die von dort aus Ziele in Afghanistan angreifen und Anschläge verüben.
Vergangene Woche hatte die Internationale Schutztruppe ISAF in der ostafghanischen Provinz Paktika nach eigenen Angaben bis zu 150 Rebellen getötet, die von Pakistan aus nach Afghanistan eingedrungen waren. Paktika grenzt an Süd-Wasiristan an. Im vergangenen Oktober waren in Süd-Wasiristan bei einem Luftangriff auf eine Koranschule über 80 Menschen getötet worden. Nach offiziellen pakistanischen Angaben hatte es sich bei den Toten um militante Extremisten und bei der Koranschule um ein Ausbildungslager gehandelt. Augenzeugen hatten dagegen von zivilen Opfern gesprochen.
Pakistan und Afghanistan gehören zu den engsten Alliierten der USA im Anti-Terror-Kampf. Die Beziehungen zwischen Islamabad und Kabul allerdings sind wegen der Vorwürfe, Rebellen erhielten aus Pakistan Unterstützung, auf einem Tiefpunkt. Das vergangene Jahr war das blutigste in Afghanistan seit dem Sturz des radikal-islamischen Taliban-Regimes Ende 2001. Mehr als 4000 Menschen starben bei Kämpfen und Anschlägen. Unter den Opfern waren rund 1000 Zivilisten. Der internationale Militäreinsatz am Hindukusch kostete in diesem Zeitraum über 190 ausländische Soldaten das Leben, so vielen wie in keinem anderen Jahr seit dem Sturz der Taliban.
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