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Jetzt wissen Sie also ganz genau, wie Weltmeister Bobby Fischer, wie die einzelnen Schachfiguren bewegt werden. Aber überschätzen Sie das nicht. Schließlich wissen Sie genausoviel über das Alphabet, wie Shakespeare gewußt hat…
-- Aus einem Artikel über die Grundregeln des Schachspiels
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Verfasst von: Afghan-Info Team ::: am Samstag, 17. Februar 2007, 20:35 Uhr ::: 81 Aufrufe
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Washington stationiert weitere 3200 Soldaten in Afghanistan. Im Hinblick auf die im Frühling erwartete Taliban-Offensive verlegt US-Präsident Bush weitere 3200 Soldaten nach Afghanistan. Die USA ziehen deshalb eine Luftlandebrigade aus Italien ab. Bush verlangte in der Nacht auf gestern jedoch erneut «mehr Flexibilität» der Nato-Partner. Bush nannte zwar Deutschland und andere europäische Staaten nicht beim Namen, aber seine Mahnung war deutlich. «Mitglieder der Nato sollen auf ihre bisherigen Einsatzbeschränkungen in Afghanistan verzichten und auch im umkämpften Süden des Landes zur Verfügung stehen.» Wenn die verantwortlichen Kommandanten im Kampfgebiet erklärten, sie bräuchten an bestimmten Orten mehr Soldaten, müsse man dieser Aufforderung nachkommen. Nur so könne die Nato am Hindukusch erfolgreich sein, sagte Bush. Das Bündnis sei auf dem Prinzip begründet: «Ein Angriff auf ein Mitglied ist ein Angriff auf alle Mitglieder.» Und Afghanistan «ist die wichtigste militärische Operation der Nato».
In den USA hatten zuvor auch führende Politiker der Demokraten das zu schwache Engagement Deutschlands und einiger anderer europäischer Nato-Staaten in Afghanistan kritisiert. Tom Lantos, Vorsitzender des aussenpolitischen Ausschusses im Repräsentantenhaus, sagte: «Diese Europäer haben eine Menge Entschuldigungen, warum sie nicht ausreichend Kampftruppen nach Afghanistan entsenden. Mit diesen Entschuldigungen muss Schluss sein.»
Nato-Oberbefehlshaber Bantz John Craddock forderte ebenfalls Verstärkung für die internationalen Truppen in Afghanistan. «Nato-Mitglieder setzen das Leben von Nato-Soldaten aufs Spiel, indem sie zur Bekämpfung der Taliban notwendige Kontingente nicht bereitstellen», sagte der US-General am vergangenen Dienstag im Nato-Hauptquartier in Belgien.
Die Nato rechnet mit einer Eskalation der Kämpfe in Afghanistan, sobald am Hindukusch die Schneeschmelze eintritt. Trotz der neuen Taktik der Taliban, vermehrt Selbstmordattentäter einzusetzen, rechnet die Nato wieder vermehrt mit direkten Angriffen auf die internationalen Truppen. Insgesamt sind derzeit 35 000 ausländische Soldaten in Afghanistan stationiert. Mit der US-Verstärkung stellt dann allein Washington 27 000 Mann.
Präsident Bush bekräftigte jedoch, auch die afghanische Armee und Polizei weiter verstärken zu wollen. An deren Adresse gerichtet, sagte er: «Wir werden Euch ausbilden, wir werden Euch helfen, wir werden bei Euch bleiben, um mit Euch zusammen Eure junge Demokratie zu verteidigen.» Die Stärke der afghanischen Armee solle bis Ende 2008 auf 70 000 Mann verdoppelt werden, kündigte Bush an.
In der erwarteten Frühlingsoffensive wollen die Taliban nach eigenen Angaben bis zu 10 000 Kämpfer einsetzen. Die Nato befürchtet unter anderem einen Angriff gegen den Kajaki-Staudamm in der südlichen Provinz Helmand. Laut dem Provinzgouverneur Asadullah Wafa sollen in den vergangenen Tagen mindestens 700 Taliban-Kämpfer aus Pakistan in die Region um den Staudamm eingesickert sein. Auch ein Nato-Sprecher bestätigte diese grenzüberschreitenden Truppenbewegungen der Islamisten. Am vergangenen Dienstag soll es britischen Truppen jedoch nach tagelangen Kämpfen mit den Taliban gelungen sein, den Kajaki-Damm vorerst zu sichern.
Der 1953 von der Sowjetunion gebaute Staudamm und zwei 1975 von den USA errichtete hydroelektrische Kraftwerke haben eine Kapazität von 33 Megawatt. Diese Leistung ist für die Energieversorgung Afghanistans über die Provinz Helmand hinaus existenziell. (Von Walter Brehm)
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