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Mögen sie mich hassen, wenn sie mich nur fürchten.
-- Gajus Julius Caesar Germanicus Caligula, 31.8.12 bis 24.1.41, römischer Kaiser
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Verfasst von: Afghan-Info Team ::: am Samstag, 17. Februar 2007, 20:36 Uhr ::: 88 Aufrufe
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Ein Bericht des kanadischen Senats zum militärischen Einsatz im Süden Afghanistans empfiehlt den Abbruch der Mission, falls die Nato-Verbündeten - gemeint sind Deutschland und Frankreich - ihre Einsätze im heftig umkämpften Süden des Landes nicht bald kräftig ausdehnen. Ottawa - Die Alliierten salutierten mehr, als dass sie kämpften, heißt es in dem 16 Seiten langen Bericht mit dem Titel "Ein genauer Blick auf eine schwierige Mission". "Die Nato muss mehr Kräfte nach Afghanistan verlegen und die bereits dort stationierten Truppen besser einsetzen. Falls dies nicht gelingt, sollte Kanada einen Abzug ins Auge fassen", heißt es in dem Bericht, der neben seiner unverblümten Sprache durch elf strategische Empfehlungen für Aufsehen sorgt. Demnach sollten die rund 2600 kanadischen Soldaten in Afghanistan um weitere 250 verstärkt werden, das Budget für den Aufbau der zerstörten Infrastruktur erheblich aufgestockt und eine Pufferzone an der Grenze zu Pakistan errichtet werden, um das Einsickern von Kämpfern der Taliban einzudämmen. Das Papier, das von Afghanistans Präsident Hamid Karsai ultimativ einen umfassenden und transparenten Plan zur Bekämpfung der grassierenden Korruption fordert, wurde einstimmig von den regierenden Konservativen und den Senatoren der Liberalen Partei in Ottawa angenommen. Es kommt zu einer Zeit, da die Minderheitsregierung von Premier Stephen Harper eine baldige Neuwahl fürchtet und wegen des Afghanistan-Einsatzes - der bislang 44 kanadische Soldaten das Leben kostete - zunehmend unter Druck gerät. Harper hat erst vor einem Jahr das Amt durch vorgezogene Parlamentswahlen von seinem liberalen Vorgänger Paul Martin übernommen.
Das Timing des Berichts verrät die wachsende Unzufriedenheit Kanadas mit dem Beitrag anderer Nato-Länder wie Deutschland, denn das Papier übt heftige Kritik, obwohl in Deutschland die Entscheidung über einen Einsatz von Tornado-Kampflugzeugen für Aufklärungsflüge gerade gefallen ist. Kanadas Armee hat ihre schweren und teilweise verlustreichen Einsätze im Süden Afghanistans vor einem Jahr begonnen, sie sollen bis Februar 2009 dauern. Premier Harper sieht nach offiziellen Aussagen Fortschritte in der Mission, hat aber eine mögliche Fortsetzung noch nicht angekündigt. Doch der Senatsbericht lässt keine Zweifel, wie man in Ottawa die Lage in Afghanistan wirklich einschätzt. "Es gibt alle möglichen Probleme, die wir lösen müssen, damit der kanadische Einsatz in Afghanistan das wird, was ein vernünftiger Mensch als Erfolg werten würde", heißt es dort. Die Taliban hätten die Zeit und die Geografie auf ihrer Seite. "Wir mögen etwas Besseres anzubieten haben als die Taliban, aber wir haben nicht viel Zeit, das zu beweisen."
Gestern konnte die Isaf-Truppe einen Schlag gegen die Koranschüler (Taliban) vermelden: In der südafghanischen Provinz Helmand seien mindestens 36 Taliban-Kämpfer getötet worden; darunter angeblich auch einer der mutmaßlichen Befehlshaber.
Artikel erschienen am 15.02.2007 - Von Markus Gärtner
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