Politik und Allgemeines


Politik

Allgemeines

Afghanistans Regierungsform ist die einer Republik mit einer Übergangsregierung aus 30 Ministern und 4 Vizepräsidenten (bestätigt von der Loja Dschirga). Das Land gliedert sich in 34 Provinzen.

Provinzen

Die "Dschami"-Moschee in Herat

Die "Dschami"-Moschee in Herat

Seit dem 13. April 2004 gliedert sich Afghanistan in 34 Provinzen (velayat). Die Provinzen sind wiederum in 329 Bezirke (woluswali) unterteilt. Regiert werden die Provinzen von einem Gouverneur (waali), der von der Zentralregierung in Kabul ernannt oder bestätigt wird. Derzeit sind einige Gouverneursposten vakant.

Größere Städte sind Kabul (als Agglomeration 2,1 Mill. Ew.), Kandahar (339.200 Ew.), Mazar-e-Sharif (239.800 Ew.), Herat (166.600 Ew.), Jalalabad (158.800 Ew., 2002) und Kundus (118.000 Ew., 2003).

Politischer Transformationsprozess

Ende 2003 bis Anfang Januar 2004 tagte die Große Ratsversammlung (Loja Dschirga) erneut und stimmte schließlich dem Entwurf einer Verfassung zu. Als Staatsform hat man sich auf eine Islamische Republik geeinigt, die demokratische Parlamentswahlen ermöglichen wird; auch der Präsident soll vom Volk gewählt werden und dieser erhält u. a. das Recht, den obersten Ankläger zu ernennen. Es wird zwei Vizepräsidenten geben.

Die letzten Präsidentschaftswahlen fanden am 9. Oktober 2004 statt, die nächsten Parlamentswahlen sollen dann Anfang 2005 folgen. Ursprünglich sollten sie im Juni 2004 stattfinden, mussten aber auf Grund von Verzögerungen bei der Wahlregistrierung mehrmals verschoben werden. Dem Amtsinhaber Hamid Karsai wurde im November 2004 offiziell zum Präsidenten Afghanistans erklärt.

Ausländische Truppenpräsenz

Am 28. Juni 2004 beschloss die NATO die Truppenstärke in Afghanistan von 6.500 Soldaten der ISAF auf insgesamt 10.000 Soldaten zu erhöhen. Durch die Einrichtung zusätzlicher Regionaler Wiederaufbauteams (PRT) im Norden und Westen des Landes wird damit der Einsatz über Kabul hinaus ausgedehnt. Großbritannien, Norwegen, Finnland und Schweden beteiligen sich an dem Programm. Deutschland hat unter anderem in Kabul und Kundus Truppen stationiert und ist u. a. für die Ausbildung einer Polizei zuständig.



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