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Wie ich sie so einen nach dem anderen niedermähte wurde meine Überlegenheit offensichtlich.

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Herr Prof. Dr. Said Alim Masumy
.: Veröffentlichungsdatum 13-Feb-2005 :: mal gelesen: 763 :: Rezension :: Aktuelle Seite drucken :: Alles drucken:.
Interviews

Interview mit Herr Prof. Dr. Said Alim Masumy, Professor bei der landwirtschaftlichen Fakultät der Universität Kabul

 

 

Prof. Dr. Said Alim Masumy

 

Prof. Dr. Said Alim Masumy >>Porträt<< 

Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Said Masumy, zuerst erlaube ich mir im Namen des Afghan-Info-Teams der Afghan Community Website mich herzlich bei Ihnen bedanken, dass Sie sich die Zeit genommen haben, uns über die Lage des Kabuler Universität so wie über Ihrer Person zu berichten.

F: Soweit ich Sie kenne und Ihre Persönlichkeit schätze, haben Sie sich immer für unser Land eingesetzt. Nun erlaube ich mir Ihnen die Frage zu stellen, ab wann Sie sich dazu entschlossen haben nach Kabul zurückzukehren?


A: Zuerst möchte ich die Gelegenheit nutzen um mich bei allen Mitglieder und Besucher des Afghan-info Website zu bedanken für das entgegen gebrachte Interesse einwenig über mich und meine arbeit zu berichten.
Nach der Bildung der Übergangsregierung in Afghanistan habe ich mich im Jahr 2002 entschlossen nach Kabul zurückzukehren, um beim Wiederaufbau Afghanistans teilzunehmen.

F: Wie haben Sie sich bei all den Anlaufschwierigkeiten des Landes sich entschlossen an der Universität Kabul zu arbeiten?

A: Nach ausführlichen Besprechungen mit den verschiedenen Stellen in Kabul und auf Vorschlag des Bildungsministers Dr. Sharif Fayez habe ich beschlossen an der Universität Kabul zu arbeiten.
Auf dem ersten Blick bei der landschaftlichen Fakultät der Universität Kabul könnte ich feststellen, dass fast kaum Lehrmittel vorhanden ist.

F: Was ist das Ziel ihrer Reise um die erwähnten Schwierigkeiten der Universität Kabul zu überwältigen?

A: Nach der Rücksprache mit dem Minister Fayez kehrte ich nach Deutschland zurück. Ich nahm Kontakt u.a. mit den Universitäten Freiburg und Zürich und ich bat sie um Hilfe.
Dabei ist es mir gelungen, viel Lehrmaterial und kleine Geräte zu sammeln, die ich mit einem Container zur Universität Kabul versandt habe.

F: Nach alle diesen Jahren Krieg, was sind die Hauptprobleme von der Uni Kabul und welche Fortschritte haben Sie bis jetzt erzielt?

A: Im laufe der Zeit sind alle Gebäude der Universität Kabul renoviert worden. Es fehlen aber immer noch technische Geräte für Labor.
Seit einem Jahr ist die Universität Kabul mit Internet angeschlossen, was einen großen Fortschritt bedeutet. Sowohl die Professoren wie auch die Studenten sind eifrig dabei von diesem Know-how gebrauch zu machen. Vorrangiges Problem für die Professoren ist ihre wirtschaftliche Situation. Die Gehälter sind zu niedrig, sodass die Professoren gezwungen sind bei verschiedenen Institutionen außerhalb der Universität zu arbeiten, damit sie ihre Familien ernähren können. Es bleibt damit sehr wenig Zeit für die Vorbereitungen des Unterrichtes.
Ein zweites Problem besteht darin, dass aufgrund des Fehlens des technischen Know-how der Unterricht auf alte Methode gestaltet wird. Z.B. die Vorlesungen werden immer noch diktiert, weil keine Möglichkeit zur visuellen Anschauung vorhanden ist. Des Weiteren ist das Niveau der Studenten nach 23 jährigem Krieg in Afghanistan tief gesunken, sodass man gezwungen ist, den Unterrichten nach der alten Methode vorzuführen.

F: Was für ziele haben Sie, außer auf der Uni zu unterrichten und welche Erwartungen haben Sie von unseren Landsleuten im Exil?

A: Im Moment schreibe ich ein Lehrbuch über Dendrologie, das von Inhalt und von der Gestaltung des Buches sehr kompliziert ist. Hierbei werde ich einige Materielle und oder Ideelle Hilfe gut gebrauchen.
Außerhalb meiner arbeiten bei der Universität Kabul bin ich an einem wiederaufbau Projekt in Goldara-Kohdaman beschäftigt. Goldara ist ein Ort 30km entfernt von Kabul. Aufgrund der vergangenen 23 Kriegsjahre in Afghanistan ist dieser Ort total zerstört worden. Die Bevölkerung ist entschlossen ihr Dorf wieder aufzubauen. Zurzeit bauen sie ihre Moschee. Die Rohbauarbeiten, die bereits 400.000,-- Afghani (=8000,-- Euro) gekostet hat, sind fertig geworden. Für weitere Ausbauarbeiten bis zur Fertigstellung der Moschee werden mindestens wiederum 10.000,--Euro benötigt. Ich habe die Aufgabe übernommen für diese Moschee Spenden zu sammeln.
Weiterhin gibt es viele Invaliden über 360 Menschen in der Gemeinde Goldara, die Hilfe benötigen.
Im letzten Jahr worden viele landschaftliche Kulturen wegen der Dürre zerstört worden. Hierzu braucht man Mittel um die unterirdische Wasserkanälen (Kariz) zu reparieren und/oder neue Brunnen aufzubauen.
Die Schulen sowie die medizinische Versorgung sind weitere Problempunkte die aufgebaut werden sollen. An dieser sind alle Friedensliebende Menschen sowie meine afghanische Landsleute aufgerufen, uns beim Wiederaufbau des o.e. Gebietes zu helfen.
Ich bitte um Kontaktaufnahme entweder unter der o.a. Adresse oder an afghan info-Team.

Fruendlichen Grüssen
Prof. Dr. Said Alim Masumy

Zürich den, 13.02.2005

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