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Amerika - die Entwicklung von der Barbarei zur Dekadenz ohne Umweg ueber die Kultur
-- Georges Clemenceau
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Verfasst von: Afghan-Info Team ::: am Samstag, 10. Februar 2007, 00:43 Uhr ::: 66 Aufrufe
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Washington/Sevilla - Führende USDemokraten haben das Engagement der Deutschen und einiger anderer europäischer Nato-Länder in Afghanistan kritisiert. US-Verteidigungsminister Robert Gates bestritt allerdings bei der Nato-Tagung im spanischen Sevilla, dass er „frustriert“ sei wegen der Zurückhaltung von Verbündeten. „Diese Europäer haben eine Menge Entschuldigungen geliefert, warum sie nicht ausreichend Truppen nach Afghanistan senden, mit diesen Entschuldigungen muss nun Schluss sein“, sagte der Vorsitzende des außenpolitischen Ausschusses des Repräsentantenhauses, Tom Lantos. Er nannte die kritisierten Staaten nicht namentlich, sagte aber, dass die „schwierigen Arbeiten“ im Kampf gegen die Taliban im Süden Afghanistans Amerikanern, Kanadiern, Niederländern und Dänen überlassen würden. Die USA sollten ihre Allianz mit Partnern, die sich den Kämpfen in Afghanistan verweigerten, „überdenken“, sagte Lantos. Auch der frühere Nato-Oberbefehlshaber Wesley Clark sprach sich für eine Verstärkung der deutschen Truppen aus. Deutschland müsse zudem bereit sein, seine Soldaten auch im umkämpften Süden einzusetzen, sagte Clark gegenüber „stern.de“. „Die Zahl der Aufständischen steigt, während wir jeden Tag weiter zurückfallen. Es ist bereits sehr, sehr spät für uns.“ Der Nato drohe eine Niederlage, wenn nicht bald „aus der Ansammlung nationaler Einheiten eine wirklich integrierte alliierte Streitmacht“ gebildet würde. US-Verteidigungsminister Gates hatte in Sevilla dagegen den deutschen Anteil an Nato-Einsätzen gewürdigt und Afghanistan hervorgehoben.
Der stellvertretende Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses, Hans-Ulrich Klose (SPD), schließt eine Entsendung kämpfender Bodentruppen der Bundeswehr nach Afghanistan nicht aus. Zur Debatte über den geplanten Tornadoeinsatz in Afghanistan sagte Klose dem Tagesspiegel: „Deutschland ist noch nicht vollständig in der Normalität angekommen. Dabei wird der Tag kommen, an dem wir Kampftruppen losschicken und das auch so formulieren müssen. Dann wird es sich nämlich um Bodentruppen handeln.“ Einen solchen Kampfeinsatz könne man auf Dauer „auch für Afghanistan jedenfalls nicht ausschließen“.
Moskau warf den USA indes vor, Russland ein neues Wettrüsten aufzwingen zu wollen. Russland sei besorgt über US- Pläne für ein Raketenabwehrsystem in Europa, betonte Verteidigungsminister Sergej Iwanow in Sevilla. „Wir werden uns aber auf ein neues Wettrüsten nicht einlassen.“ Die Raketenabwehr und der Afghanistaneinsatz werden auch Thema bei der Münchner Sicherheitskonferenz sein. Der iranische Chefunterhändler für das Atomprogramm. Ali Laridschani, sagte am Freitag überraschend seine Teilnahme an der Konferenz ab. Er habe „gesundheitliche Gründe“ angegeben, sagte ein Sprecher von Konferenzorganisator Teltschik dem Tagesspiegel. Laridschani hatte angekündigt, er wolle Gespräche mit westlichen Partnern führen. Bundeskanzlerin Merkel plante nach Angaben eines Regierungssprechers allerdings kein Treffen mit Laridschani. Der Sprecher rechnete angesichts der Kürze der Zeit nicht damit, dass ein anderer Vertreter Irans kommen werde. has/mue/dpa
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