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Das Telefon hat zu viele ernsthaft zu bedenkende Mängel für ein Kommunikationsmittel. Das Gerät ist von Natur aus von keinem Wert für uns.
-- Western Union, Interne Meldung, 1876.
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Verfasst von: Afghan-Info Team ::: am Freitag, 16. Februar 2007, 20:58 Uhr ::: 83 Aufrufe
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Bergisch Gladbach - Trotz des Todes eines seiner Lehrer sieht der Verein „Spinboldak“ seine Arbeit nicht als gescheitert an. Die Bergisch Gladbacher setzen sich für Schul- und Entwicklungsprojekte im umkämpften Süden Afghanistans ein. Jetzt zieht der Vorsitzende Manfred Schmidt eine Zwischenbilanz. Weil der Lehrer Khalil Achakzi erschossen worden war, musste die Schule in Tschachri schließen. Im gleichen Dorf hatte der Verein auch den Aufbau eines Hühnerzucht-Betriebs finanziert und 50 Jungtiere bezahlt. Doch das Projekt wurde nicht weitergeführt. Ein Garten- und Brunnenbau sei aber umgesetzt worden, ergänzt Manfred Schmidt, „wenn auch mit leichten Veränderungen.“ Die große Schule im Dorf Nasar Karees sei derzeit ebenfalls so gut wie ausgestorben. Seit Herbst 2006 werde sie von Taliban bedroht. Die Glaubenskämpfer sehen in dem Projekt eine Zusammenarbeit mit ihrem Todfeind, den Amerikanern. Um niemanden zu gefährden, wurden die Schultore bis auf weiteres geschlossen. An der Schule sollte noch eine Werkstatt eingerichtet werden, in der die Jugendlichen Metallarbeiten wie Löten, Schweißen, Schneiden und Bohren lernen. Doch nach dem Bau des Gebäudes sei es nicht weitergegangen, bedauert Schmidt. Der Grund: fehlende Mittel. Auch der Bau eines Brunnens und die Einrichtung einer Baumschule in Nasar Karees sei nicht recht vorangekommen.
Mit vergleichsweise gutem Erfolg habe der Verein aber zinslose Kleinkredite vergeben, bisher an 48 Frauen. Das Geld soll Hilfe zur Selbsthilfe sein. 45 Kreditnehmerinnen hätten das Geld auch schon zurückzahlen können. Dieser Ansatz soll fortgeführt werden.
Mit 500 Euro hat der Verein den Druck eines Buches über Elektrotechnik gesponsert. Es wurde in Afghanistan gedruckt und soll als Lehrmittel in Schulen eingesetzt werden. Autor ist ein in Deutschland lebender Afghane.
Vielversprechend sei der Plan, Solarlampen per Leasing an die Familien vor Ort zu verteilen. Schon nach knapp zwei Jahren mache sich eine Solarlampe bezahlt, weil sie nur Sonnenenergie brauche und kein teures Kerosin. Der Verein Spinboldak will die Bausätze - Siliziumplatten und Holzträger - zum Montieren nach Afghanistan schicken. Das neueste Projekt des Vereins ist wieder eine Schule - diesmal im Neudorf von Spinboldak: Im Herbst 2006 wurde dort eine neue Schule eröffnet. 24 Jungen und 24 Mädchen besuchen sie.
„Unsere Bilanz ist durchwachsen, bei reiner Zählung eher erfolglos“, räumt Schmidt ein. Doch dass zehn Schüler aus Nasar Karees ab Frühjahr eine weiterführende Schule in Kabul besuchen wollen, stimme ihn hoffnungsvoll. Sechs weitere Jungen haben Lehrstellen in Auto-Werkstätten in Kandahar gefunden. Der Verein Spinboldak will weiter aktiv bleiben, auch in Deutschland: Geplant ist seit langem ein afghanisches Medienzentrum.
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