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Nicht im Kopfe sondern im Herzen liegt der Anfang.
-- Maxim Gorki
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Verfasst von: Afghan-Info Team ::: am Mittwoch, 21. Februar 2007, 18:03 Uhr ::: 71 Aufrufe
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AP - Masar-i-Sharif - SPD-Fraktionschef Peter Struck ist am Dienstag zu einem zweitägigen Besuch in Afghanistan eingetroffen, um sich über die Lage vor Ort zu informieren und mit Soldaten zu sprechen. Anfang März entscheidet der Bundestag über die Verlegung von sechs Tornado-Aufklärungsmaschinen in die Krisenregion. Deutschland würde damit einer Bitte der NATO entsprechen. Das Kabinett hat bereits zugestimmt. Struck will Bundeswehr-Stützpunkte in Kundus und Masar-i-Sharif besuchen. Die Tornados wären nach Angaben des Verteidigungsministeriums bereits Mitte April in Afghanistan einsatzbereit. Damit würden auch bis zu 500 zusätzliche Bundeswehrsoldaten in die Krisenregion verlegt. Die Tornados sollen jedoch auch im umkämpften Süden des Landes eingesetzt werden, um mitzuhelfen, die von den Taliban angekündigte Frühjahrsoffensive abzuwehren.
Dadurch besteht auch in den Koalitionsfraktionen die Befürchtung, dass die Bundeswehr mit der Lieferung von Erkenntnissen über mögliche Kampfziele in den Krieg gegen Taliban und Al Kaida verstrickt werden könnte. FDP und Grüne sind noch unschlüssig, ob sie dem Mandat für einen Tornado-Einsatz zustimmen werden. Lediglich die Linksfraktion hat sich bereits auf ein klares Nein festgelegt.
Verteidigungsminister Franz Josef Jung wertet eine Entsendung von Tornado-Flugzeugen als Beitrag für mehr Sicherheit der ISAF-Soldaten und zur Stabilisierung des Landes. «Aufklärung ist kein Kampfeinsatz. Aufklärung bedeutet zusätzlichen Schutz», hatte er stets betont. Struck, der als Verteidigungsminister mehrfach Afghanistan besuchte, schätzt die Lage auch für Bundeswehrsoldaten als zunehmend gefährlicher ein und hatte von einem Kampfeinsatz gesprochen.
Die Aufklärungstornados sind mit optischen und Infrarot-Kamerasystemen ausgestattet und können deshalb Tag und Nacht eingesetzt werden. Wegen ihrer hohen Geschwindigkeit können die Jets sehr schnell im Einsatzgebiet sein und durch ihre Reichweite 90 Prozent des afghanischen Territoriums abdecken. Die Tornados sollen nur für Aufklärungszwecke und nicht zur Luftnahunterstützung eingesetzt werden. Die Maschinen verfügen aber über Bordkanonen, die ausschließlich der Selbstverteidigung dienen sollen. Das Mandat für den Tornado-Einsatz wäre bis Mitte Oktober begrenzt. Die Kosten würden bei rund 35 Millionen Euro liegen.
Deutschland ist mit 2.900 Soldaten nach den Vereinigten Staaten und Großbritannien der drittgrößter Truppensteller im Rahmen der ISAF-Mission und trägt die Verantwortung für den gesamten Norden Afghanistans.
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