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Nur ein wirklich starker Spieler weiß wie schwach er spielt.
-- SAVIELLY GRIGORIEVITCH TARTAKOWER
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Verfasst von: Afghan-Info Team ::: am Samstag, 24. Februar 2007, 10:56 Uhr ::: 107 Aufrufe
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Wichtige Verbündete der USA debattieren ihre internationalen Militäreinsätze neu. Ihr Motto: «Der Irak-Krieg ist nicht mehr zu gewinnen, es gilt aber, eine Niederlage in Afghanistan zu verhindern.» Nach Grossbritannien will auch Dänemark seine Truppen aus Irak abziehen. Beide Länder künden aber gleichzeitig die Aufstockung ihrer Afghanistan-Kontingente an. Auch Australien erwägt, mehr Truppen an den Hindukusch zu entsenden. Der britische Verteidigungsminister Des Brown kündigte gestern eine Verstärkung der Truppen im Süden Afghanistans an. Nach Zeitungsinformationen sollen es 1000 Soldaten sein. Anfang Woche hatte Premier Blair den Rückzug von 1600 Soldaten aus Südirak verkündet. London hätte dann faktisch gleich viele Soldaten in Afghanistan (5000) stehen wie in Irak (5500). Die dänische Regierung will ihr in Südirak stationiertes Bataillon vollständig abziehen. Auch Premier Rasmussen kündigte an, er werde dem Parlament 400 bis 600 zusätzliche Soldaten für Afghanistan vorschlagen. «Es ist von entscheidender Bedeutung, dass die Nato den Kampf gegen die Taliban gewinnt.» Ähnliches wird auch in London debattiert. Hohe Offiziere erklären: «Die Armee ist mit dem Zwei-Fronten-Krieg – Afghanistan und Irak – überfordert.»
Den Abschied aus der US-geführten «Koalition der Willigen» in Irak hatten zuvor schon Spanien und Italien vollzogen, Madrid ohne die Präsenz seiner etwa 600 Soldaten in Afghanistan in Frage zu stellen, während in Rom das Afghanistan-Engagement zur aktuellen Regierungskrise beitrug. Die Konzentration auf den Kampf gegen die Taliban könnte jedoch auch in Deutschland zu innenpolitischen Verwerfungen führen.
Dann nämlich, wenn sich die Idee der USA durchsetzte, die bisherige Aufteilung der Afghanistan-Truppen in fünf verschiedene Zonen mit je eigenem Kommando aufzuheben, um sie unter zentralem Kommando in ganz Afghanistan immer dort einzusetzen, wo es nötig ist. Damit wäre das bisherige Afghanistan-Mandat des Bundestages für die Bundeswehr hinfällig, das deren Einsatz auf Kabul und Nordafghanistan beschränkt. (Walter Brehm - Tagblatt Schweiz)
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